Niederschöneweide - Fußball 1906-1945

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Betriebsbahnhof Schöneweide: Reichsbahn SV/BSG Lok Schöneweide/Eisenbahner SV
Vor dem 2.Weltkrieg wurde im Bereich des heutigen RAW Schöneweide eine Sportanlage errichtet. Auf diesem Sportplatz wurde im Rahmen der Eisenbahner-Sportbewegung auch Fußball gespielt. Man gründete den Reichsbahn SV, der im Rahmen des V.B.B. antrat. Nachfolgend die Ergebnisse der wenigen Begegnungen gegen den Altglienicker BC 09 und ein Spielbericht über ein Pokalspiel. Zu diesem Spiel im Viertelfinale um den Berlin-Pokal musste der AGBC 09 am Betriebsbahnof antreten. Wir lassen den Bericht des Spiels unkommentiert.
Ab 1949 nahm der Reichsbahnsportverein vom RAW Schöneweide als BSG Lok Schöneweide am Spielbetrieb des B.F.V. Ostberlin teil. Lok Schöneweide und die VSG spielten über viele Jahre in verschiedenen Spielklassen. Auf Grund der wenigen Spiele, die gegeneinander ausgetragen wurden, kann man nicht von einem Ortsderby sprechen. 1994 fusionierte der Eisenbahner SV mit der SV Turbine Berlin zum FC Treptow. Der FC Treptow spielt auf den Willi Sänger Sportanlagen im Ortsteil Baumschulenweg. Den nun freien Sportplatz am Betriebsbahnhof Schöneweide nutzte in den folgenden Jahren der ESV Lok Oberspree; später wieder ESV Lok Schöneweide.
Schnellerstraße: BSG Lok Oberspree/ ESV Lok Oberspree
Außer der BSG Lok Schöneweide, die am Betriebsbahnhof Schönweide beheimatet war, gab es im Ortsteil Niederschöneweide als zweiten "Eisenbahner-Verein" die BSG Lok Oberspree. Dieser Verein spielte auf dem schwarzen Schlackeplatz an der Schnellerstraße, der heute nicht mehr existiert. Gegen die 1.Männer der VSG Altglienicke spielte Lok Oberspree relativ selten. Mehr Spiele trug man zwischen 1975 und 1989 gegen die 1B mit Reserve der VSG Altglienicke (3. und 4.Männer der VSG) aus. Diese Spiele werden jedoch hier noch nicht aufgelistet (außer die Begegnungen der 2.Männer der VSG in der Saison 1989/1990 als eigenständige VSG II). Die BSG Lok Oberspree nannte sich nach der Wende in ESV Lok Oberspree um. Mit dem Umzug an das Adlergestell spielte man unter ESV Lok Schöneweide.
Standort Niederschöneweide am Bruno Bürgel Weg
Am Bruno Bürgel Weg gibt es DREI Hauptstandorte mit Sportanlagen. Der erste Standort befindet sich direkt am S-Bahnhof Oberspree und trägt den Namen "Bruno Bürgel Weg". Der zweite Standort ist das "Käthe Tucholla Stadion", welches ungefähr in der Mitte des Bruno Bürgel Weges liegt. Der dritte Standort ist die Sportanlage am östlichen Ende des Bruno Bürgel Weges, direkt neben der Bahntrasse. Heute trägt die Sportanlage den Namen "Bruno Bürgel Weg 151"
Bruno Bürgel Weg: BSG Einheit Mitte  und BSG Motor Baumschulenweg/BSG WSSB
Auf der Sportanlage am "Brüno Bürgel Weg" am S-Bf Oberspree gab es zu DDR-Zeiten zwei Fußballsektionen, gegen die die Fußballer der VSG Altglienicke regelmäßig spielten. Es waren die Fußballsektionen der Vereine BSG Einheit Mitte und BSG Motor Baumschulenweg (später BSG WWSB). Als Ortsderbys können diese Vergleiche nicht bezeichnet werden. Sie waren aber immer nette Wettkämpfe im Stadtbezirk.
Nach dem 01.04.1949 gründete sich die BSG Einheit Berlin Mitte, deren Fußballer in den Folgejahren als BSG Einheit Mitte bezeichnet wurden. Nach der Wende benannte man sich in SSV Oberspree um. Im Jahr 2004 fusionierte die SSV Oberspree mit dem SSV Köpenick 08 zum SSV Köpenick-Oberspree und wechselte seine Spielstätte ins Käthe Tucholla Stadion. Anfang 1950 wurde die BSG Gerätewerk Baumschulenweg gegründet. Ende 1950 nannte man sich um in BSG Mechanik Baumschulenweg. Ab 1952 trug man über viele Jahre den allgemein bekannten Namen BSG Motor Baumschulenweg. 1981 nahm man den Namen BSG WSSB an. Ob damit ein Wechsel des Trägerbetriebes verbunden war, ist uns nicht bekannt. Nach der Wende nannte man sich in SV WSSB um. 1998 war der Verein dem Grunde nach nicht mehr existent. Man behielt noch eine Seniorenmannschaft. Die VSG-Fußballer traten häufiger sowohl gegen die BSG Einheit Mitte als auch gegen Motor Baumschulenweg/WSSB an. Als Ortsderbys kann man diese Spiele aber auf keinen Fall bezeichnen. Auf dem Sportanlagenstandort wurde ab 2020 begonnen, das Nachwuchsleistungszentrum des 1.FC Union Berlin aufzubauen.
Käthe Tucholla Stadion: SV Deutsche Gas Auergesellschaft 09/SV Osram/BGW/BSG Narva Berlin/SV Narva Berlin
Den Ursprung dieser Betriebssportler stellte der Verein "SV Deutsche Gas Auergesellschaft 09" dar, der als Vorläufer der "SV Osram" ab 1912 am Spielbetrieb des V.B.B. teilnahm. Der Verein spielte auf dem Sportgelände an der Köpenicker Landstraße (heute Willi Sänger Sportanlagen bzw. Sportanlage an der Köpenicker Landstraße). 1928 wechselte der SV Osram die Sportanlage und spielte von da an auf dem Osram-Sportplatz an der Sedanstraße; heute Bruno Bürgel Weg (Quelle: Wolter, Rasen der Leidenschaft). Nach dem Ende des 2.Weltkrieges gründete sich Ende der 40er-Jahre als Nachfolgeverein die BSG Motor Berliner Glühlampenwerk. Der Name wurde im Laufe der Jahre zweimal verändert. Zuerst nannte man sich um in BSG Berliner Glühlampen Werk, danach hieß man BSG NARVA Berlin. Nach der Wende nahm man als NARVA Berlin weiter am Spielbetrieb des V.B.B. teil. 1993 gab es Überlegungen, die Fußballabteilungen der VSG Altglienicke und NARVA Berlin zu vereinen. Die VSG-Fußballer stellten die Bedingung, dass NARVA vollständig der VSG Altglienicke beitreten sollte. Dem stimmte NARVA nicht zu. 1996 traten die Fußballer von NARVA Berlin dem 1994 gegründeten FC Treptow bei und wechselten damit wieder zurück an ihre erste Wirkungsstätte (SV Deutsche Gas Auergesellschaft in die Köpenicker Landstraße). Die Fußballer der VSG Altglienicke sowie deren Vorgängervereine haben einige wenige Spiele gegen die "Glühlampen-Sportler" ausgetragen. Den Charakter eines Ortsderbys hatten diese Spiele nie. Ab 2004 spielte die Fusion zwischen der SSV Oberspree (ehemals Einheit Mitte) sowie der SSV Köpenick 08 (ehemals Mechanisierung Köpenick) als SSV Köpenick-Oberspree auf dem Käthe Tucholla Sportplatz. Nachfolgend die bisherigen Spiele der 1. und 2.Männer der VSG Altglienicke und der SSV Köpenick-Oberspree gegeneinander, sowie die Spiele der VSG gegen die SSV Oberspree als sie noch auf der Sportanlage Bruno Bürgel Weg spielte. Auch diese Begegnungen trugen nie den Charakter eines Ortsderbys.
Bruno Bürgel Weg 151: BSG Stahl Schöneweide
Die Wurzeln der BSG Stahl Schöneweide lagen im Jahr 1950, als die BSG BHW Johannisthal gegründet wurde. Als sich zur Saison 1951/1952 die Sportfreunde Johannisthal aus diesem Verein verabschiedeten, führte man ab dieser Saison als eigenständiger Verein den Namen BSG Stahl Schöneweide mit dem Trägerbetrieb BMHW Schöneweide (Quelle: WIKI). Diesen Namen behielt man bis zur Wende. Dann wurde der Verein aufgelöst. Auch der Sportplatz wurde umgebaut. Es entstand an dieser Stelle ein Reitplatz, der heute durch die Pferdesportabteilung von AdW genutzt wird (Stand 2022). Die VSG-Fußballer spielten mit der 1.Männer nicht häufig gegen Stahl Schöneweide. Die 1B mit Reserve der VSG-Fußballer (3. und 4.Männer) traf in der 2.Kreisklasse häufiger auf Stahl Schöneweide. Die Ergebnisse der 1B der VSG gegen Stahl werden derzeit hier nicht aufgelistet. Die Spiele gegeneinander hatten nie Ortsderby-Charakter.
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