Johannisthal/Rudow - Fußball 1906-1945

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Johannisthaler Ballspiel Club 08/ Sportfreunde Johannisthal
Wir haben lange überlegt, ob wir Spiele gegen die Sportfreunde Johannisthal als "Ortsderby" bezeichnen sollten. Es gibt jedoch eine größere Anzahl an Vergleichen, so dass die Bezeichnung "Ortsderby" berechtigt ist, zumal die Ortsteile Altglienicke und Johannisthal ähnlich nah beieinander liegen wie Altglienicke und Adlershof oder Rudow. Zu bemerken ist in diesem Zusammenhang, dass man vor dem Mauerbau und heute wieder verkehrsmäßig recht unkompliziert in den "Nachbarort" Johannisthal kommt und damit eine deutliche Ortsnähe besteht. Zur Zeit der Mauer musste man auf dem Weg von Altglienicke nach Johannisthal immer einen Umweg über Bahnhof Adlershof/Bahnhof Schöneweide nehmen, da die Rudower Chaussee bzw. der Eisenhutweg geschlossen waren. In WIKI kann man lesen, dass der Johannisthaler Fußball im Jahr 1908 mit der Gründung des Johannisthaler Ballspiel Clubs 08 begann. 1930 gründeten sich die Sportfreunde Johannisthal, die 1933 unter Spielvereinigung Johannisthal mit dem Johannisthaler BC 08 zwangsvereint wurden. Ab 1934 spielte man dann wieder unter Sportfreunde Johannisthal. Die Sportfreunde spielten über längere Zeit auf dem Sportplatz Winkelmannstraße. Dieser war anfangs ein riesiger roter Schlackeplatz, auf dem man sehr ungern antrat. Später wurde die Anlage in einen Rasenplatz umgewandelt. Nach der Wende gab es Einwohnerproteste gegen den Sportbetrieb und im Rahmen von Sparmaßnahmen (so unsere letzte Info) wurde die Sportanlage geschlossen. Die Sportfreunde zogen auf den Segelfliegerdamm um, der zu DDR-Zeiten durch Dynamo Adlershof genutzt wurde. Dieser frühere schwarze Schlackeplatz wurde im Zusammenhang mit der Umsiedlung der Sportfreunde in einen Kunstrasenplatz umgewandelt. Nachfolgend eine statistische Aufstellung von durchgeführten Spielen des Altglienicker BC 09 gegen den Johannisthaler BC 08 und gegen die Sportfreunde.
1945 wurde die Sport Gruppe Johannisthal gegründet. Nach dem 01.04.1949 nahm die SG Johannisthal wieder ihren alten Namen Sportfreunde Johannisthal an. In der Saison 1950/1951 starteten die Johannisthaler unter der Bezeichnung BSG BHW Johannisthal und wurden damit eine Betriebs Sport Gemeinschaft. Jedoch legte man diesen Status bereits in der Saison 1951/1952 wieder ab und startete ab da dauerhaft als Privatverein unter dem Namen Sportfreunde Johannisthal. Aus der BSG BHW Johannisthal wurde die BSG Stahl Schöneweide (Quelle: WIKI).
In vier Serien zur Zeit des BFV Ostberlin spielten die VSG-Fußballer mit der 1.Männer und deren Reserve gegen die 1B der Sportfreunde (SF Johannisthal II einschl. Reserve). Die Sportfreunde hatten zu dieser Zeit vier sehr gute Mannschaften, so dass auch die Spiele gegen die SFJ II nicht ganz einfach waren. Trotzdem behielten die Altglienicker Mannschaften gegen die SFJ II zumeist die Oberhand. Nach der Wende trafen die VSG Altglienicke II und die SF Johannisthal II viermal aufeinander (Saison 2007/2008 VSG II- SFJ II 1:6 in Altglienicke und 1:2 in Johannisthal jeweils für SFJ sowie in der Saison 2011/2012 VSG II - SFJ II 4:1 in Altglienicke und 4:2 in Johannisthal jeweils für die VSG).
SG Dynamo Adlershof
Die Fußballer von Dynamo Adlershof spielten auf dem Sportplatz Segelfliegerdamm in Johannisthal und auf dem Sportplatz im Jugendheim Makarenko. Deshalb haben wir diesen Verein dem Ortsteil Johannisthal zugeordnet. Die SG Dynamo Adlershof war die Sportgemeinschaft im Stadtbezirk Treptow, die für die Kadersichtung der Kinder- und Jugendlichen für eine Leistungssportperspektive gebildet wurde. Der "Trägerbetrieb" war das Wachregiment Adlershof. Spiele gegen Dynamo Adlershof waren nicht sehr beliebt. Nach der Wende wurde der Verein aus bekannten Gründen recht schnell aufgelöst. Vielleicht wollen wir uns später einmal an die Spiele gegen Dynamo Adlershof erinnern.
Weitere Vereine aus Johannisthal
Weitere Vereine in Johannisthal waren z.B. Vorwärts Johannisthal, DEFA Kopierwerke, DEFA Johannisthal/BSG Fernsehen oder sind die KSV Johannisthal. Diese Vereine spielen in der Statistik der Altglienicker Fußballvereine keine große Rolle. Deshalb werden die Ergebnisse an dieser Stelle nicht aufgelistet.
TSV Rudow 1888
Informiert man sich auf den Seiten der Fußballer des TSV Rudow, so findet man die Information, dass sich die Fußballabteilung im TSV Rudow im Jahr 1935 gegründet hat, als der bis 1933 beim Arbeitersport angesiedelte Jahn Rudow dem TSV beitrat. Somit beginnt unsere Zeitrechnung "Rudow" erst 1935. Der Rudower Arbeiterfußballverein "Lustig Fidel (M.S.V.)" sowie der kurzzeitig existierende "Rudower SV (V.B.B.)" werden von uns nicht betrachtet. Spiele gegen den TSV Rudow hätten sich zu einem echten, brisanten Ortsderby entwickeln können. Dazu kam es nicht, da politische Gründe ein häufiges Aufeinandertreffen verhinderten. Bis 1945 gab es keine Pflichtspiele der Männermannschaften gegeneinander. Nur in der Serie 1939/1940 gab es Punktspiele im Rahmen der A-Jugend-Bann-Spiele. Nach dem Krieg traf man in der Serie 1948/1949 erstmalig mit den 1.Männern aufeinander. Im Sommer 1950 wurde der Wettspielbetrieb Ost-/Westberlin getrennt. Damit waren Pflichtspielbegegnungen zwischen dem A.S.V./der VSG Altglienicke und dem TSV Rudow nicht mehr möglich. Von August 1961 bis Ende 1989 wurde die Trennung zwischen den Vereinen VSG Altglienicke und TSV Rudow aus bekannten Gründen weiter betoniert. Nach der Wende wurde auf Initiative von Hans Kujawa (Sporthaus Kujawa in Rudow) ein Nachbarschaftsturnier ins Leben gerufen, bei dem regelmäßig der TSV Rudow auf die VSG Altglienicke traf. Diese Turniere nehmen wir nicht in unsere Statistik auf, da wir nur den Wettspielbetrieb im V.B.B. erfassen. Auf Grund verschiedener Spielklassenzugehörigkeiten kam es nach der Wende erst in der Serie 2007/2008 zu einer Pflichtspielbegegnung. Da die 1.Männer der VSG und des TSV bis heute (2019) nur in vier Spielserien aufeinandertrafen, haben wir die Spielpaarungen der 1. und 2.Männer in einer Übersicht zusammengefasst, um die Tabelle überhaupt halbwegs "voll" zu bekommen. Alle Pflichtspiele sowie die Nachbarschaftsturniere verliefen in einer sehr angenehmen, freundlichen Fußballatmosphäre.
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