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Sporthallen - Chronik-Sportanlagen

Sportanlagen in Altglienicke
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Das Kapitel "Sporthallen" ist dauerhaft in Recherche bzw. wird laufendgehalten. Wir werden versuchen, die Geschichte aller Sporthallen in Altglienicke noch genauer zu betrachten und neu errichtete Sporthallen in Altglienicke hier mit aufzulisten. Dabei werden wir auch Vorstandsprotokolle im Zeitraum von 1948 bis heute durchkämmen, um mehr Informationen über die Sporthallen-Thematik (besser "Problematik") hier zu veröffentlichen.
Sporthallen bis 1945
1911 bis 1945
Sporthalle der Gemeindeschule Altglienicke, spätere Namen 19.Volksschule und 12.Volksschule in der Köpenicker Straße 31,
Altglienicke wollte auf Initiative von Hauptlehrer Oskar Scheer für den Ort und das Schulturnen eine Sporthalle errichten. Die Planung und die Finanzierung begann im Jahr 1909. Im Juni 1911 war das Gebäude der Turnhalle errichtet und die Hauptinstallation muss bereits fertiggestellt worden sein. Am 20.06.1911 gab es einen Ortstermin des Gemeinderates mit der örtlichen Bauleitung. Wir haben in den Protokollen der Gemeindeversammlungen ein entsprechenden Eintrag gefunden. Die Protokolle haben wir im Landesarchiv gefunden unter A Rep 045-05-02 - Gemeindeverwaltung Altglienicke; Akte 3. Das Landesarchiv hat uns gestattet, Auszüge aus diesen Protokollen hier im Rahmen unserer Heimatforschung zu übernehmen.
Der Text im Protokoll vom 20.06.1911 lautet: 5a) Besichtigung der Bauausführungen zur Turnhalle. "Eine eingehende Besichtigung unter Führung des Herrn Amtsbaurat Königsberger im Beisein der Mitglieder der Baukommission wird vorgenommen. Bei dieser Gelegenheit wird auf die von Herrn Baurat Königsberger im Namen der Baukommission aufgeworfenen Anregungen beschlossen: 1. Für die weibliche Abteilung (östliche Seite) auch ein Waschbecken und für die männliche Abteilung (westliche Seite) ein Klosett zu bewilligen, 2. Die von der Firma R. Volte gelieferten beiden Probelampen zu dem anschlagsmäßigen Preise zu erwerben und 3. Die Entscheidung über die Entwässerung des Turnhallenplatzes noch auszusetzen. Am 11.10.1911 gab es in der Gemeinderatssitzung weitere Festlegungen zur Turnhalle. Am 05.12.1911 wurde in der Gemeinderatssitzung die Benutzungspacht für ansässige Vereine festgelegt.
Der Text im Protokoll vom 11.10.1911 (links) lautet unter Pkt. 6: Benutzung der Turnhalle; Der Abrechnung über die Baukosten sowie Vorschlägen über die Größe der Benutzungsgebühren wird entgegen gesehen; gegen die vorläufige Benutzung der Halle durch die Vereine bis zur Gebührenfestsetzung werden Einwendungen nicht erhoben. Der Text im Protokoll vom 05.12.1911 (rechts) lautet unter Pkt. 7: Festsetzung der Turnhallen Benutzungsgebühren: Für das begonnene Winterhalbjahr sollen zunächst probeweise als Entschädigung für eine Benutzung der Halle durch Vereine für jede Turnwoche 1,50 M (Reichsmark erst später) erhoben werden; dagegen sind für Benutzung der Turnhalle an den Sonntagen sämtliche Unkosten zu zahlen. Hinweis: 1,5 M für eine Turnwoche war für einen Verein erschwinglich. Im Netz findet man, dass ein normaler Angestellter im Monat zwischen 80 und 110 M je Monat verdiente und ein Abendessen in einer Gaststätte mit einem Bier ca. 0,8 M kostete. Für uns steht gemäß Protokoll vom 05.12.1911 fest, dass die Turnhalle durch Vereine genutzt werden durfte. Da man im Protokoll von "Turnwoche" schrieb, gehen wir davon aus, dass anfangs die Turner des MTV Spieß Altglienicke die Turnhalle nutzten. Ob die Altglienicker Fußballvereine bereits Nutzer waren... ??? Wir kennen die Problematik mit dem Rumballern in den Hallen. Unklar ist auch, ob man den Arbeitersportvereinen Zutritt gewährte. Der unmittelbare Schulbetrieb am Standort begann erst am 20.04.1914 mit der Eröffnung der Gemeindeschule Köpenicker Straße. Die beiden nachfolgenden Fotos zeigen links die Teilnehmer der wahrscheinlichen Turnhalleneröffnung sowie rechts ein Foto vom Mädchenturnen in der Turnhalle. Wir denken, dass die Eröffnung der Turnhalle zum 01.09.1911 zum Schuljahresbeginn erfolgte. Das könnte passen, da man in der Gemeinderatssitzung am 11.10.1911 von "vorläufiger Benutzung durch Vereine" schrieb. Dem Gemeinderat gehörten damals u.a. an: Gemeindevorsteher Weidemann, Beuster, Bartel, Hannemann, Dr. Herbrand, Hehre, Höft (damals auch im Vorstand des AGBC 1909), Kaiser, Nitze (im Vorstand des MTV Spieß Altglienicke), Oppermann, Schellenberger, Schneider, Schröder, Winkelmann.
Im 2.Weltkrieg wurde die Sporthalle in der Köpenicker Straße 31 nach unseren Informationen nicht beschädigt. Nach dem 2.Weltkrieg wurde der Schulname mehrfach geändert; Grundschule Altglienicke, 14.Mittelschule, 14.Polytechnische Oberschule, Oberschule Rudolf Ehrlich bis zur heutigen Bezeichnung "Schule am Berg".
Sporthallen nach 1945 bis 1973
1945 bis 31.08.1973
Sporthalle der Schule in der Köpenicker Straße 31 für Schulsport und Vereinssport der VSG Altglienicke,
1947 bis unbekannt
Schulbaracke Rosestraße 5 - kein Sportraum bekannt (in Recherche),
Nach dem 2.Weltkrieg war die Sporthalle der Schule in der Köpenicker Straße 31 bis zum 31.08.1973 die einzige Sporthalle in Altglienicke, die auch für den Vereinssport der VSG Altglienicke nutzbar war. Jeder Altglienicker, der die Schule besucht hat, wird sich an die Möglichkeiten erinnern, die man in dieser Sporthalle hatte- Kletterstangen, Sprossenwände, Leitern, Ringe usw. Das sind Geräte, die den damaligen und heutigen Jugendlichen den Angstschweiss ins Gesicht trieben/treiben. Nachfolgend einige Aufnahmen aus der Sporthalle Mitte der 50-er-Jahre von einer Turnerehrung und von 1968 von einer Turnübung der VSG-Gymnastikfrauen.
Durch unsere Sportfreundin Josephine haben wir schöne Fotos der Sporthalle in der Köpenicker Straße 31 aus dem Jahr 1954 bekommen. In der nachfolgenden Fotoreihe sieht man links und mittig Gymnastikfrauen bei ihrem Sportbetrieb in der Turnhalle, rechts Sportlerinnen in Festkleidung- sicherlich für eine Vereinsfeier im Sportheim oder in der Sporthalle.
Die Sporthalle wurde durch den Schulsport und durch den Vereinssport nahezu ohne Unterbrechung genutzt. Häufig gab es Probleme in der Halle. Manchmal war die Heizung kaputt, manchmal war die Halle dreckig oder irgendwelche Fenster waren kaputt. In den Vorstandsprotokollen konnte man regelmäßig über Störfälle in dieser Halle lesen. Die Mitglieder der VSG Altglienicke beteiligten sich permanent an der Reinigung oder an der Instandsetzung. Nur so konnte die Nutzung der Halle abgesichert werden. Nachfolgend ein Auszug aus einem Vorstandsprotokoll von 1954. Die Kette dieser Informationen kann unendlich fortgesetzt werden.
Sporthallen ab 01.09.1973 bis heute
01.09.1973 bis 31.08.1980
Sporthalle der Schule in der Köpenicker Straße 31 für Schulsport und Vereinssport der VSG Altglienicke (altes Gebäude),
01.09.1973 bis heute
Eröffnung der Sporthalle der 13. Oberschule Willi Gall" (später Schule Sachsenstraße, Schule Am Wasserturm); Nutzung durch VSG-Handball,
30.04.1980/05.05.1980 bis heute
Eröffnung der neuen Sporthalle der Schule in der Köpenicker Straße 31 für Schul- und Vereinssport (VSG-Alterssport, Fußball, Gymnastik, Tanzen),
01.09.1989 bis heute
Eröffnung der Sporthalle Siriusstraße; Nutzung durch VSG-Handball, Volleyball, Badminton,  
01.09.1990 bis heute
Eröffnung der Sporthalle Pegasuseck; Nutzung durch VSG-Handball, Volleyball,
01.12.1998 bis heute
Eröffnung der Sporthalle "Am Mohnweg"; Nutzung durch VSG-Handball, Volleyball, Fußball
01.09.2018 bis heute
Eröffnung der Sporthalle Siriusstraße (neue Sporthalle); Nutzung durch VSG-Badminton, Volleyball,
Die Darstellung von vertiefenden Informationen über die Sporthallen in der Neuzeit müsste eigentlich im Jahr 1973 mit dem Bau und der Nutzung der Sporthalle der 13.Oberschule Willi Gall beginnen. Recherchen zu dieser Sporthalle werden jedoch noch durchgeführt. Somit beginnt "die Neuzeit" augenblicklich im Jahr 1980 als die alte Turnhalle der "Schule in der Köpenicker Straße 31/14.Oberschule Rudolf Ehrlich" durch eine neue Sporthalle ersetzt wurde. Im Vorstandsprotokoll vom 24.04.1980 findet man die Information, dass die neue Sporthalle am 30.04.1980 fertiggestellt und eröffnet wurde. Ab dem 05.05.1980 war sie für den Sportbetrieb freigegeben. Die nachfolgenden drei Fotos zeigen links die alte Sporthalle im Jahr 2017, die heute als Essenraum genutzt wird, in der Mitte die neue Sporthalle im Jahr 2001 sowie rechts die Sportfläche der Sporthalle im Jahr 2017 (Quelle: Fotos durch VSG zur Information und für die Chronik gemacht).
Ab dem 01.09.1989 konnte die VSG eine weitere Sporthalle nutzen. Im Rahmen des DDR-Wohnungsbaus wurde an der Siriusstraße eine Schule mit Sporthalle (nachfolgendes Foto links) errichtet. Eine weitere Schule mit Sporthalle (nachfolgendes Foto mittig) wurde am 01.09.1990 am Pegasuseck eröffnet. Im Jahr 2018 ging am Standort Siriusstraße eine neue Sporthalle in Betrieb (Foto rechts). Alle Sporthallen wurden und werden durch die VSG Altglienicke e.V. genutzt (Quelle: Fotos durch VSG zur Information und für die Chronik gemacht).
Der Quantensprung in der Nutzung gedeckter Sportflächen erfolgte für die VSG Altglienicke e.V. am 01.12.1998 mit der Übergabe der Sporthalle der Schule am Mohnweg. Bis zur Eröffnung dieser Sporthalle waren und sind die anderen Sporthallen allein für einen Trainingsbetrieb nutzbar. Die Handballer, die ab Anfang der 50-er-Jahre ihre Hallenspiele grundsätzlich auswärts austragen mussten, sowie die Mannschaften der im Jahr 1996 neu gegründeten Abteilung Volleyball konnten in der "Mohnweghölle" erstmalig ihre Heimspiele "zu Hause" in Altglienicke austragen. Nachfolgend einige kleine Impressionen aus der Sporthalle.
Wir denken, dass der Ausstattungsgrad mit Sporthallen in Altglienicke gut ist. Trotzdem fehlen der VSG permanent Hallenzeiten. Irgendwie hat man jedoch die gleichberechtigte Nutzung der Sporthallen durch die Abteilungen intern immer wieder hinbekommen. Im Zusammenhang mit den Hallennutzungen gab es häufig Unregelmäßigkeiten. Nachfolgend einige Begriffe, die fester Bestandteil des Hallensports sind: Tür blieb offen, Betreten mit Straßenschuhen, Hallenbuch nicht geführt, Oberlichter waren offen, Halle zu glatt, Tore nicht nutzbar, Volleyballständer defekt, Toiletten stinken, Bier in der Umkleidekabine, Fremde hatten Zugang, Hallenschlüssel ist weg, Bänke wurden nicht zurückgestellt, Halle kann nicht gelüftet werden, ...usw. Im Jahr 2024 und 2025 gab es in den Vorstandssitzungen Informationen über neue Sporthallen, die in Altglienicke errichtet werden sollten. Sofern es hierzu weitere Informationen gibt, wird diese Seite ergänzt.
zu Besuch
Sporthallen außerhalb von Altglienicke, die die VSG Altglienicke nutzte, waren u.a. die Deutsche Sporthalle in der Stalinallee, die Dynamo-Sporthalle, die Sporthalle Hämmerlingstraße, die AdW-Sporthalle und Sporthallen in Johannisthal und Schöneweide. Die VSG-Handballer waren eine feste Größe im Ostberliner Handball. Im Hallenhandball fanden Turniere und Meisterschaftsspiele u.a. in der im Jahr 1951 errichteten Deutschen Sporthalle in der Stalinallee statt; bis zu ihrer Schließung 1968 auf Grund von Baufälligkeit (Abriss 1972). Der Verfasser dieser Seite hat 1961 in dieser Halle auch sein erstes Spiel für die VSG gemacht, welches gegen Lok Ost Berlin mit 3:1 gewonnen wurde (unter Übungsleiter Lutz Polley). Mit dem nachfolgenden Foto erinnern wird an diese Sporthalle (Foto links). Rechts neben dem Foto ein Plakat von einem Hallenhandball-Turnier aus dem Jahr 1965 in der Dynamo-Sporthalle, in der über viele Jahre die Vereine der Bezirksliga einschl. der VSG ihre Punktspiele im Hallenhandball austrugen. Rechts ein Foto aus der Merlitzhalle in Adlershof, in der unsere Volleyball-Frauen ihre Heimspiele in der Regionalliga Nordost austrugen. Auf eine Auflistung von durch die VSG genutzten Turnhallen für den Trainingsbetrieb haben wir verzichtet.
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