1992
Datum | Ereignis |
27.01.1992 | Die VSG Altglienicke wurde eingetragener Verein. Die Sektionen wurden ab diesem Zeitpunkt endgültig als Abteilungen bezeichnet. |
Die VSG wurde am 27.01.1992 ein eingetragener Verein und ab diesem Zeitpunkt fest in das juristische System der BRD eingebettet. Vorstand und Abteilungsleitungen handelten nun nach der beim Amtsgericht Charlottenburg offiziell eingetragenen Vereinssatzung der VSG Altglienicke e.V. Nach den politischen und sportpolitischen Umwälzungen von 1989 bis 1991 war damit die verwaltungstechnische Grundlage für die Weiterführung unseres Vereins nach den Gesetzen der BRD geschaffen. Es war nicht zu erwarten, dass sich in den nächsten Jahren etwas am bestehenden politischen System einer parlamentarischen Demokratie ändern würde. Deshalb waren die kommenden Jahre (bis heute: Stand 2026) eher durch Ereignisse des unmittelbaren Sportbetriebes bzw. mit Veränderungen der Sportstättensituation in Altglienicke geprägt.
1993 - 1994
1993 und 1994 beeinflussten keine sportpolitischen Ereignisse den Sportbetrieb bei der VSG. Im Stadtbezirk Treptow gründete sich eine Bezirksarbeitsgemeinschaft, der die VSG anfänglich beitrat, da man durch die Mitgliedschaft Einfluss auf die staatlichen Zuständigkeiten erhoffte. Berlin wollte sich für die Austragung der Olympischen Spiele 2000 bewerben. Bei der VSG nahm man das zur Kenntnis. Die Wettkampfabteilungen spielten auf neuen Sportplätzen/Sporthallen und Kegelbahnen. Gymnastik und Alterssport konnten ihre Sportwanderungen im gesamten Berlin verstärkt durchführen. Alle Abteilungen mussten ihre Jahresbeiträge nach den aktuellen Kostenkalkulationen anpassen. Ein gewisser Rückgang der Mitgliederzahlen war dabei unvermeidbar. Erste Sponsoren stellten sich vor und boten mit mehr oder weniger großen Engagement eine Zusammenarbeit an. Im August 1993 wurde die Gaststätte aus steuerlicher Sicht aufgegeben und an den nachfolgenden Pächter übergeben. Damit endete die Arbeit der Kantinenkommission.
1995
Zeitfenster | Meilensteine | unser Kommentar | |
1995 | Beginn der Bestrebungen seitens des Sportamtes für einen Umbau des Volksstadions Altglienicke in einen Kunstrasenplatz. | Die Fußballer der VSG lehnten den Umbau ab. Sie wollten das Stadion erhalten und warben für einen zweiten Sportplatz. | |
Im Jahr 1995 wurde der VSG durch den Stadtbezirk erstmalig der Vorschlag unterbreitet, den großen Rasenplatz in einen Kunstrasenplatz umzubauen. Der Sachverhalt ist auf der Seite "Sportanlagen" ausführlich beschrieben. Zu dieser Zeit hatte man den Eindruck, dass bei derartigen Entscheidungen die VSG ein Mitspracherecht hätte. Das stimmte vom Grundsatz her, jedoch gab es nach der Ablehnung des Umbaus durch die Fußballer eine üble Verstimmung zwischen dem Stadtrat, dem Vorstand und der Abteilungsleitung. Dem Grunde nach hätte der Stadtbezirk allein entscheiden können. Zwischen den Beteiligten waren aber die "Machtverhältnisse" und die Zuständigkeiten noch nicht befestigt. Im Ergebnis musste Ende 1995 ein völlig neuer Vorstand bei der VSG gewählt werden. Diese Situation passte in die Zeit. Es gab immer wieder Unruhe, weil einfach keine Konstanz für den Sportbetrieb eintrat; u.a. Nachzahlungen aus dem Kantinenbetrieb, Anfragen zu Werbung/Bandenwerbung/Trikotwerbung, Steuererklärungen, Forderungen zur Mitarbeit in der Sportarbeitsgemeinschaft, erste Probleme in den Sporthallen mit finanziellen Forderungen einschl. Haftpflichtsachverhalte, regelmäßiges Auftreten von Scharlatanen mit Empfehlungen für den Verein, Verwendungsprüfungen und dann noch das Thema Sportplatzumbau.
1996
Nach der Eskalation zum Sportplatzumbau im Jahr 1995 und der Wahl eines neuen Vorstandes, mussten sich diese neuen Sportfreunde erst einmal in die Materie einarbeiten. Sie konnte sich dabei auf die Erfahrungen eines Mitgliedes des alten Vorstandes stützen. In diesem Jahr ließ der neue Vorstand alles Unbekannte und alle erkennbaren Risiken an sich abprallen und versuchte die Vorstandsarbeit zu entschleunigen. Der Kontakt mit dem Sportamt wurde auf das nötigste reduziert. Allein die Abteilung Kegeln wurde legitimiert, um Mittel für die Rekonstruktion der Kegelbahn zu aktivieren. Am 22.05.1996 wurde die Abteilung Volleyball gegründet. Als sich das Jahr dem Ende näherte, wurde die VSG seitens der Gerichtsbarkeit zu einem Sachverhalt herangezogen. Damit war die Entschleunigung vorbei.
1997
Im Sportjahr 1997 gab es eine Vielzahl von Abstimmungen mit dem Sportamt zum Stadion, zum Sportheimgebäude sowie zur Kegelbahn. Die Stimmungswogen hatten sich nach der Entscheidung von 1995 geglättet. Mit den Schulen kam es permanent zu Abstimmungen über die Hallennutzungen, die alle als Tagesgeschäft eingeordnet werden konnten. Ende 1997 wurde der juristische Fall für die VSG positiv beendet.
1998
Das Jahr 1998 war ein ruhiges Jahr für die VSG. Man konnte sich allein mit dem Sport- und Trainingsbetrieb sowie mit den turnusmäßigen Erstellungen der Unterlagen für die Ämter befassen. Die damaligen verantwortlichen Volleyballer wurden durch die Vorstandssitzung beauftragt, die Nutzung der neuen Groß-Sporthalle am Mohnweg für die VSG mit dem Sportamt und der Schule zu vereinbaren. Am 01.12.1998 war es dann soweit. Wir haben hierzu unter "Sportanlagen" ein wenig ausführlicher geschrieben.
1999
Das Jahr 1999 war ruhig. Mitte des Jahres wurde seitens des Sportamtes wieder zu einem Gespräch über eine Umgestaltung des Rasenplatzes zu einem Kunstrasenplatz eingeladen. Im Ergebnis einigte man sich, alles so zu belassen, wie es war. Erneut wurde gegenüber dem Stadtbezirk seitens der VSG der Gedanke zu Errichtung eines zweiten Sportplatzes in Altglienicke vorgetragen.