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Zwei Nietfeld-Tore reichen nicht  – 2:3 gegen Lok Leipzig

Zum letzten Spiel des Jahres 2025 empfing die VSG Altglienicke in einer von Nebelschwaden durchzogenen Spree-Arena Fürstenwalde Spitzenreiter Lok Leipzig. Nach einem schwungvollen Start mit je einer Chance auf beiden Seiten wurde es zunächst wieder ruhiger. Beide Teams konzentrierten sich darauf, sicher zu stehen und Fehler zu vermeiden. Nach gut einer Viertelstunde versuchten es dann die Leipziger verstärkt über die Außenbahnen. Nach einem Einsteigen von Kapp gegen Ziane kam es schließlich in der 19. Minute zu einem Freistoß für die Gäste. Diesen zirkelte aus 20 Metern Farid Abderrahmane direkt über die Abwehrmauer hinweg ins linke untere Toreck zum 0:1. Davon ließen sich die Altglienicker jedoch nicht schocken, sondern suchten nach einer schnellen Antwort. Nur vier Minuten später folgte eine halbhohe Flanke von Ugur Tezel mitsamt artistischer Einlage von Philip Türpitz, die Jonas Nietfeld aus zehn Metern zum Ausgleich verwandelte (23.). Nachfolgend blieben Torchancen Mangelware und als sich alles schon auf ein Remis zur Pause einstellte, schlug Lok in der 44. Minute nochmals zu. Jonas Arcalean flankte dabei zu Djamal Ziane, der aus neun Metern an die Lattenunterkante köpfte, von welcher der Ball unhaltbar für VSG-Keeper Klatte zum 1:2 ins Tor sprang. In der Nachspielzeit drohte ein höherer Rückstand, nachdem Ex-Altglienicker Eren Öztürk Klatte schon umkurvt hatte, jedoch sein Torschuss wurde noch von Tezel von der Linie gerettet.

Nach dem Seitenwechsel startete der Tabellenführer aus Probstheida sofort sehr druckvoll in die zweite Hälfte und kam im Minutentakt zu guten Möglichkeiten zu erhöhen. Abderrahmane verzog so in der 50. Minute knapp einen 20-Meter-Distanzschuss, Maderer scheiterte in der 51. Minute aus spitzem Winkel an Klatte, Öztürks Schuss in der 52. Minute wurde vorm Tor abgeblockt, wie auch Arcaleans Versuch in der 56. Minute noch zur Ecke geklärt werden konnte. Im Anschluss kamen die Altglienicker wieder besser in die Partie und konnten nach einem Dreifachwechsel in der 62. Minute das Geschehen auch dominieren. Folglich fiel in der 72. Minute der abermalige Ausgleich, als der gerade eingewechselte Mehmet Ibrahimi sich im Sechzehner gegen Loks Zimmer durchsetzte und in Jonas Nietfeld einen Abnehmer fand, der aus kurzer Distanz zum 2:2 einköpfte. Sein fünfzehnter Saisontreffer. In der verbleibenden Zeit sahen die 865 Zuschauer ein Kampfspiel, in der beide Teams mehr wollten. In der 80. Minute vergab Ibrahimi eine Möglichkeit der VSG, als sein Distanzschuss über die Latte hinwegsegelte. Dem amtierenden Meister gelang am Ende der Lucky Punch, nachdem in der 83. Minute Tezel eigentlich zu Klatte zurückspielen wollte, aber der Ball Loks eingewechselten Ayodele Adetula erreichte, der diesen ins verwaiste Tor zum 2:3 beförderte. In den letzten Minuten warf die VSG noch mal alles nach vorne, aber ein erneuter Ausgleich gelang nicht mehr. Erstmals in dieser Saison ging für die VSG ein Spiel verloren, in dem Jonas Nietfeld unter den Torschützen war.

Die VSG Altglienicke überwintert in der Regionalliga Nordost nach 19 von 34 Spieltagen auf Platz 5. Der Rückstand zu Tabellenführer Lok Leipzig ist nunmehr auf 12 Punkte gewachsen. Weiter geht es im Punktspielbetrieb erst wieder am 1. Februar mit einem Auswärtsspiel beim FC Carl Zeiss Jena. Anstoß ist um 14 Uhr auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld.

Tore: 0:1 Abderrahmane (19.), 1:1 Nietfeld (23.), 1:2 Ziane (44.), 2:2 Nietfeld (72.), 2:3 Adetula (83.)

Aufstellung: Klatte – Tezel, Kapp, Roßbach (30. Kebe), Friedrich (62. Kizildemir) – Türpitz (62. Ibrahimi), Sylla, Rieder – Schickersinsky (82. Qenaj), Nietfeld, Saliger (62. J. Manske)

Gelbe Karten: Manske, Ibrahimi

Zuschauer: 865

Joachim Schmidt