2-Stadion Altglienicke Rasen - Sportanlagen-nach1945

VSG Altglienicke e.V.
Sportanlagen nach 1945
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Sportplätze nach 1945
Nach dem 2.Weltkrieg gründete sich die SG Altglienicke und ab 01.04.1949 der Altglienicker Sport Verein. Altglienicke wurde als Sportschwerpunkt-Standort seitens des Magistrats von Ostberlin bestätigt. Damit war der Weg frei für den Bau des "Volksstadions Altglienicke am Alten Schönefelder Weg" auf dem Standort der ehemaligen "Sport- und Spielfläche Köpenicker Straße". Der Standort befand/befindet sich in der alte Kiesgrube am Alten Schönefelder Weg. Der Sportplatzstandort ist nicht zu verwechseln mit dem Standort des alten Sportplatzes "Am Kiesberg", der sich im Bereich des heutigen Mauerparks befand. Auf dieser Seite wollen wir die Gelegenheit nutzen, an dieses große Bauvorhaben mit einigen Bildern zu erinnern. Der Bau wurde Ende der 40er-Jahre geplant und zur Genehmigung gebracht. Anfang 1950 begann der Bau. Am 15.07.1951 wurde das Stadion eingeweiht. Informationen über das Einweihungssportfest am 15.07.1951 sind der Seite "Sportfeste in Altglienicke" zu entnehmen. Wir wollen nicht verschweigen, dass außer des unermüdlichen Einsatzes der Altgienicker Sportler und Bürger auch durch die staatlichen Organisationen ausgewählte Firmen große Unterstützung leisteten. Die nachfolgenden Bilder hängen wir unkommentiert an diesen Text an; beginnend mit dem Urzustand in einer "Ecke" des zukünftigen Sportplatzgeländes.
Das Stadion Altglienicke (erster Name bei der Einweihung "Volksstadion Altglienicke") wurde zum 15.07.1951 dem Grunde nach für die Nutzung fertig gestellt. Das Eröffnungssportfest konnte stattfinden. Nach diesem Einweihungssportfest gingen die Bauarbeiten weiter. So wurden um die Aschenbahn und an den Zuschauerrängen noch Umgrenzungen errichtet. Diese Umgrenzung sind auf den nachfolgenden zwei Fotos vom Sportfest am 06.09.1953 zu erkennen.
Die Arbeiten zur Feingestaltung des Stadions wurden nach der Eröffnung und in den folgenden Jahren permanent fortgesetzt, u.a. auch umfangreiche Bepflanzungen, die 1951 und 1953 noch völlig fehlten. Parallel dazu begann bereits die Werterhaltung, die nahezu vollständig durch die VSG-Sportler erfolgte. Nachfolgend ein Protokoll über eine durchgeführte Arbeitsmaßnahme aus dem Jahr 1956. Daneben ein Foto der Hochsprunganlage und der Kletterstangen aus dem Jahr 1958 und darunter ein Foto der ursprünglichen Zuschauertribüne aus dem Jahr 1978.
Der Hauptplatz im Stadion Altglienicke war ab 1964 (Schließung des Sportplatzes Rudower Straße) bis 1978 (Übergabe des Hartplatzes) die einzige nutzbare ungedeckte Sportstätte für die Sportler der VSG im Ortsteil Altglienicke. Ab 1968 gab es keinen Großfeldhandball mehr. Der zerfurchte Rasenplatz, besonders an den 13m-Handballschußkreisen, wurde durch den Stadtbezirk Treptow im Jahr 1968 erstmalig (auch einmalig) erneuert. In dieser Zeit wurden auch neue Wasserleitungen auf dem Platz verlegt. Es wurde ein neuer Zaun an der Straße zum Windmühlenberg gesetzt. In der Jahreshauptversammlung vom 31.12.1967 wurde bekannt gegeben, dass die Rasenplatzerneuerung im Sommer 1968 abgeschlossen sein sollte. Der Termin wurde gehalten.
Zu diesem Zeitpunkt wurden an der Tribüne Ausbesserungen vorgenommen. Ein Geräteschuppen wurde errichtet. Der Sportplatz erhielt neue Holztore mit Tornetzbügeln. Die alten Kletterstangen (auf den Bildern von 1953 und 1958 erkennbar) wurden zurückgebaut. Am Standort der Kletterstangen wurde für viele Jahre ein Kohlenlagerplatz für die Sportheimheizung eingerichtet. Dieser Kohlenlagerplatz war der ideale Spielplatz für kleine Kinder. Nie wieder wurde auf dem Sportgelände eine ähnlich kreative Spielmöglichkeit für Kinder geschaffen. Die Aschenbahn wurde erneuert.
In den 80er-Jahren passierte nicht mehr viel im Stadion. Es begann jedoch die Epoche- Vertikutieren und Abharken des Platzes. Dieses Kapitel streichen wir vorerst aus unserer Erinnerungswelt. In den 80er-Jahren gab es auch ernsthafte Diskussionen über die Nutzungszeiten des Rasenplatzes, da keiner auf die untermaßige Schmirgelscheibe wollte. Es gibt bei uns im Archiv noch viele Unterlagen über diese Diskussionen, die bis in die höchsten Parteikreise getragen wurde. Mal sehen, ob wir hierzu noch etwas hier einspielen.
Die maroden Tribünen mussten Ende der 80er erneuert werden. Ein Foto der neuen Tribüne findet man auch auf den zwei Schlussbildern, die 1995 aufgenommen worden sind. 1995 gab es bereits die neue Weitsprunganlage mit Tartanlaufbahn. Wann genau diese neue Weitsprunganlage errichtet wurde, können wir derzeit nicht sagen.
Der Spielbetrieb auf dem alten Rasenplatz endete am 13.06.2004 mit dem Spiel der 8er-B-Mädchen gegen SV Blau Gelb Berlin, welches mit 5:1 (2:0) gewonnen wurde; Bobrowski (4) und Griebel erzielten die Treffer. Am 30.06.2004 wurde der Sportplatz zwecks Umbau geschlossen. Nach der Umgestaltung des Stadions in einen Kunstrasenplatz sowie der Schließung des Hartplatzes ist das Stadion Altglienicke derzeit weiterhin die einzige ungedeckte Sportanlage im Ortsteil Altglienicke (28.000 Einwohner wie Grimma, Meißen, Idar-Oberstein oder Königsbrunn).
© VSG Altglienicke e.V.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü