2-Stadion Altglienicke Plaste - Sportanlagen-nach1945

VSG Altglienicke e.V.
Sportanlagen nach 1945
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Sportplätze nach 1945
1995- Der erste Gedanke
Im Jahr 1995 wurden seitens des Sportamtes Treptow erstmals Gedanken zu einer Umgestaltung des Stadions Altglienicke an die VSG herangetragen. Um diesen Gesamtvorgang bis zum Umbauentscheid zusammenhängend darstellen zu können, haben wir auf diesen Unterseiten die Rubrik "Hornkleepfad" erstellt.
2003-2004- Die Entscheidung
Anfang 2003 regte das Sportamt gegenüber der VSG nochmals an, das Stadion in einen Kunstrasenplatz umzuwandeln. Außerdem sollte der kleine Hartplatz hinter dem Hauptplatz endgültig geschlossen werden. Es kam zu langen Diskussionen im Verein. Die Meinungen schwankten von "nun macht es endlich" bis "wir kämpfen weiter für einen zweiten Platz". Die VSG hatte jedoch keinerlei Unterstützung für einen zweiten Platz. Nachdem es in der Abteilung Fußball eine geteilte Meinung zum Umbau gab (mit starker Tendenz zum Umbau, besonders im Nachwuchsbereich), stimmten in der Vorstandssitzung am 06.06.2003 alle anwesenden Abteilungen dem Umbau des Sportplatzes zu. Im Protokoll ist das Wort "Mehrheit" zu lesen. Die Einstimmigkeit wurde im Protokoll mit Mehrheit bezeichnet.
01.07.2004- 07.06.2005- Der Umbau
Der Umbaubeginn war für den 01.07.2004 geplant. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch der Hartplatz westlich des Stadions geschlossen. Ein langer nervender Kampf war zu Ende. Es sollte ein Kunstrasenplatz des Typs 3 errichtet werden. 1995 wäre ein Platz des Typs 1 oder 2 errichtet worden. Diese Kunstrasenplätze der alten Art glichen Betonflächen, die die Landungen mittelschwerer Flugzeuge gestatteten. Die Abmaße des neuen Platzes wurden nach dem Musterraumprogramm durch das Sportamt mit 90 x 60 m Netto festgelegt. Bei größeren Abmaßen hätte die VSG die zusätzliche Spielfläche ab 90 x 60 m finanzieren müssen. Das kam überhaupt nicht in Frage. In die Gesamtanlage mussten auch Leichtathletikanlagen für den Schulsport sowie Verdunstungsmulden integriert werden. Es wurde weiterhin beschlossen, einen Kleinfeldrasenplatz zu errichten, der auch den Hallensportlern wie den Handballern oder den Gymnastikfrauen gestattete, ihren Sport auf Naturrasen ausüben zu können. Wie zu erwarten gab es Verzögerungen, so dass mit dem Erdbau erst im September 2004 begonnen wurde. Nachfolgend ein paar Fotos vom Beginn der Umbauarbeiten und vom Erdbau.
Nach dem Abtrag des Mutterbodens begannen die Arbeiten zur Verlegung der Medienleitungen und nach deren Abschluß die Herstellung des Planums für die Deckschicht.
Die Arbeiten wurden fortgesetzt mit dem Anschluß der Abwasserleitungen an die errichteten Verdunstungsmulden, dem Aufbringen der Packlage sowie der Versiegelung für das Legen des Kunstrasenbelages. Parallel dazu wurde die Zuwegung errichtet. Abschließend wurde der Rasenbelag einschl. Granulat aufgebracht. Die Aufstellung der Ballfangzäune sowie die Herstellung des Kleinfeldrasenplatzes schlossen sich an.
Der Kleinfeldrasenplatz wurde in einer sehr schlechten Qualität übergeben. Durch die VSG wurden für den Kleinfeldrasenplatz permanent Qualitätsmängel an das Sportamt übermittelt. Erst Jahre später wurde für diesen Rasenplatz eine ausreichende Qualität erreicht (siehe Foto darüber), die jedoch nie die Qualität des alten Rasenplatzes erreichte. Man hätte den alten Mutterboden des Rasenplatzes verwenden sollen. Dieser soll wohl kontaminiert gewesen sein. Damit hätte man von 1951 bis 2004 immer schön auf kontaminierten Boden Sport betrieben. Wahrscheinlich war im Projekt keine Mutterbodennachnutzung vorgesehen- eh basta! Die Tribüne wurde umgebaut und damit zum zweiten mal nach ihrer Ersterrichtung verändert. Die Beleuchtung für das Großfeld stellte sich als sehr leuchtschwach heraus. Im Errichtungsprojekt stand "Errichtung einer Trainingsbeleuchtung". Später gingen die Verantwortlichen der VSG davon aus, hier einen Planungsfehler mitgetragen zu haben. Man hätte möglicherweise eine "Spielbeleuchtung" fordern sollen. In einem Gespräch mit dem Sportamt erfuhr man jedoch bei der VSG, dass die Beleuchtung für Plätze 90 x 60 m immer als Trainingsbeleuchtung bezeichnet wurde (Sachstand 1995). Mehr war nach dem Raumnutzungsplan zu diesem Zeitpunkt nicht vorgesehen.
Die VSG hatte ab der Platzübergabe durch die Trainingsbeleuchtung mehr Nutzungszeiten und man war und ist nicht mehr abhängig vom Wetter (außer bei Schnee und Eis). Der Platz fand die allgemeine Zustimmung der Mitglieder. Einige mussten sich jedoch eine Träne verdrücken. Nach der Einweihung des Volksstadions am 15.07.1951 begann ab dem 07.06.2005 eine neue Epoche am Alten Schönefelder Weg. Die Sportanlage wurde am 07.06.2005 durch das Sportamt abgenommen und übergeben. Das erste Spiel auf dem neuem Kunstrasenplatz trugen die 8er-B-Mädchen am 11.06.2005 gegen den SC Siemensstadt aus, welches mit 0:6 verloren wurde (letztes Punktspiel der Serie 2004/2005).
18.09.2018- 19.10.2018- Der zweite Belag
Vom 18.09.2018 bis zum 19.10.2018 wurde im Auftrag des Sportamtes eine Erneuerung des Kunstrasenplatzes im Stadion durchgeführt. Für Berliner bzw. Treptow/Köpenicker Verhältnisse verlief diese Grunderneuerung völlig unkompliziert und in einem sehr kurzen Bauzeitraum. Da während der Stadionbauarbeiten die Mannschaften auf dem neuen Sportplatz Rodelbergweg ausweichend trainieren und spielen konnten und einige Nachwuchsmannschaften weiter im Stadion auf dem Naturrasen trainierten und spielten, war diese Platzerneuerung ein sehr gutes Bespiel, wie "etwas" funktionieren kann. Der Aufwand für die Abteilung Fußball (und damit auch für das Sportamt) hielt sich schwer in Grenzen. Wie lobt man in Berlin ? "Es gab nichts zu meckern!" Nachfolgend einige Erinerungsfotos von der Baumaßnahme.
13.11.2019- 23.07.2020- Umbau des Kleinfeldplatzes
Im Jahr 2017 wurde durch die Abteilung Fußball angedacht, den Kleinfeldrasenplatz in einen Kleinfeldkunstrasenplatz mit Beleuchtung umbauen zu lassen. Seitens der anderen Abteilungen gab es keine grundsätzlichen Ablehnungen, da bis auf die Handballer (nur Handballtag) keine der sonstigen Abteilungen diesen Platz regelmäßig nutzten. Am 10.06.2017 wurde durch den Vorstand ein entsprechender Antrag an das Sportamt gestellt. Der Kunstrasen sollte durch aufgebrachte Markierungen auch für Handball und Volleyball nutzbar sein. Am 16.11.2018 gab die Abteilung Fußball in der Vorstandssitzung bekannt, dass durch das Sportamt ein Umbau des Kleinfeldplatzes in naher Zukunft nicht zu erwarten ist, zumal im Jahr 2003 die Entscheidung für einen Kleinfeld-Naturrasen gefallen war. Durch die Fußballer wurde aber dahingehend argumentiert, dass frühere, richtige Entscheidungen bei veränderten Rahmenbedingungen auch geändert werden können. Am 09.08.2019 gab der 1.Vorsitzende in der Vorstandssitzung bekannt, dass ein Umbau des Kleinfeldplatzes durch das Sportamt angedacht ist. Die Umbaudaten sind den nachfolgenden Erinnerungsfotos zu entnehmen.
August 2020- Ausblick
Derzeit bemüht sich die VSG, hier speziell die Abteilung Fußball, dass der Kleinfeldkunstrasenplatz eine Trainingsbeleuchtung erhält. Weiterhin wäre es wünschenswert, wenn man durch Austausch von Leuchtmitteln, die Leuchtstärke der Großfeldplatz-Beleuchtung erhöhen könnte.
Im übrigen sind die VSGer weiterhin der Meinung, dass bei Nutzung des alten Hartplatzes sowie durch Umwidmung von Teilen des Landschaftsparks die Errichtung von zwei Großfeldplätzen am Standort des Stadions möglich ist. Die Einbeziehung des Landschaftsparks in eine kombinierte Sport- und Freizeitanlage wäre sicherlich einen Gedanken wert.
© VSG Altglienicke e.V.
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