Sport nach 1990 - Chronik-Geschichte

- Chronik- Sportpolitik -
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ab 1989- Die politische Wende
1989 wird für die gesamte DDR ein Jahr des Neubeginns. Sofort nach Öffnung der Grenze von Ungarn nach Österreich durch den Ungarn Gyula Horn und den Österreicher Alois Mock am 27.06.1989 hat dieses auch Auswirkungen auf das Leben in der VSG. Einige Sportfreunde verlassen uns ohne zu vermuten, dass man sich wenige Monate später wiedersehen wird. Das Vereinsleben und der Sportbetrieb gehen weiter, denn das war und ist immer für die VSGer das Wichtigste. Am Tag vor der Maueröffnung findet am 08.11.1989 eine völlig normale Vorstandssitzung statt, in der die üblichen Themen behandelt werden. In der Vorstandssitzung am 07.12.1989 wird jedoch erstmalig nach 28 Jahren das Wort "Berlin-West" wieder aufgeschrieben.
Nachdem die Abteilungsvertreter hierzu ihre Meinung gesagt haben, die nicht wesentlich sind, geht man zur Tagesordnung über. Ein Auszug vom Schluss des Protokolls vom 07.12.1989 zeigt die Unaufgeregtheit seitens des Vereins unabhängig von den persönlichen Gefühlen, die jeder Einzelne in dieser irren Zeit hatte.
Eigentlich ist alles völlig normal und gelassen. Der Satz aus dem Protokoll vom 31.01.1949 "...Hauptsache sei, der Sport gehe weiter..." behält seine Gültigkeit. Die nächsten Monate und Jahre erfordern aber diese Gelassenheit, ohne die man die Anforderungen in den 90er-Jahre nicht hätte bewältigen können.
Am 03.10.1990 wird die Einheit Deutschlands erreicht. Für den Sport in den neuen Bundesländern gibt es grundlegende Veränderung. Die VSG Altglienicke wird ein eingetragener Verein entsprechend den gültigen Gesetzen für Vereine der Bundesrepublik Deutschland.
In der Vostandssitzung vom 17.05.1990 wird einstimmig beschlossen, dass der Vereinsname des eingetragenen Vereins VSG Altglienicke heissen soll. Dieser Beschluss soll durch eine außerordentliche Mitgliederversammlung bestätigt werden. In dieser außerordentlichen Mitgliederversammlung am 14.12.1990 wird die erforderliche neue Satzung der VSG Altglienicke (einschl. Vereinsname) von 126 Vereinsmitgliedern bei 10 Enthaltungen beschlossen. Der Vereinsname Volkssport Gemeinschaft Altglienicke (Abkürzung VSG Altglienicke) wird im §1 Ziffer 1 der Satzung festgeschrieben. Der Name "Volkssport Gemeinschaft" hat uns über 38 Jahre geprägt, war er doch ein Ausdruck dafür, dass der Freizeit- und Breitensport für uns als privater Verein immer im Vordergrund unseres Sportbetriebes stand.
Die VSG Altglienicke wird im Jahr 1992 ein eigetragener Verein. Die Abteilungen werden Mitglied im jeweiligen Dachverband bzw. Mitglied beim Deutschen Turnerbund. Für die VSG gelten nun die gesetzlichen Bestimmungen für eingetragene Vereine der Bundesrepublik Deutschland. Umfangreiche Veränderungen im Vereinswesen betreffen das Steuerrecht, die Versicherungen, die Förderungswürdigkeit, Sponsorentätigkeiten und als besondere Leckerbissen die Nutzung der Sportanlagen und Sporthallen und hierbei die Abstimmungen mit dem Bezirksamt Treptow (später Treptow/Köpenick) sowie mit den Schulverantwortlichen.

Medial ist die VSG recht fortschrittlich, als man am 01.02.2001 mit allen Abteilungen im Internet vertreten ist.

Vor staatlichen Wahlen wird die VSG häufig durch Politiker besucht oder angeschrieben. Gemäß Satzung ist der Verein jedoch parteipolitisch unabhängig und betrachtet Politiker in diesem Zusammenhang als Besucher mit dem Willen der Bereitschaft zur Vereinsunterstützung.

So endet an dieser Stelle die Betrachtung zu den politischen Einflüssen, der die VSG und ihre Vorgängervereine ausgesetzt waren. Ob wir in der Rubrik Geschichte noch spezielle Themen wie z.B. Berichte über Amtskontakte, Gerichtsfälle o.ä. mitaufnehmen, werden wir in Abstimmung mit dem Vorstand zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.
© VSG Altglienicke e.V.
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