Chronik-Geschichte

- Sportpolitik -
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07.10.1949 bis zur DTSB-Gründung
Mit dem Inkraftsetzen des Grundgesetzes wurde am 23.04.1949 die Bundesrepublik Deutschland im Gebiet der Westzonen einschl. Westberlin gegründet. Am 07.10.1949 wurde die DDR im Gebiet der Ostzone und Ostberlin gegründet.
Mit der endgültigen Teilung Deutschlands wurde auch der Sport getrennt. Auf dem Gebiet der zukünftigen DDR wurde bereits am 01.10.1948 der Deutsche Sportausschuss gegründet. Am 27.04.1957 wurde in der DDR der Deutsche Turn und Sport Bund der DDR gegründet. Für die in Altglienicke betriebenen Sportarten verlief die Entwicklung der Sportverbände bis zur Einbindung in den DTSB der DDR wie nachfolgend aufgeführt.

Im Fußball wurde 1948 eine Ostzonenmeisterschaft ausgetragen. Als sich 1949 in Westberlin der V.B.B. wieder gegründete, wurden die Ostberliner Mannschaft der obersten Spielklasse von diesem Spielbetrieb zurückgezogen und in die ab 1949 gegründete Oberliga der DDR eingereiht. Ab der Serie 1950/1951 spielten auch die unteren Klassen getrennt in Ost- und Westberlin. Am 07.03.1950 bildete sich der Fachausschuss Fußball innerhalb des Deutschen Sportausschusses, der ab 1951 Sektion Fußball hieß. Der Deutsche Fußball Verband der DDR wurde innerhalb des DTSB am 17.05.1958 in Berlin gegründet.

Die Entwicklung des Handballs in der DDR verlief nahezu identisch mit der Entwicklung des Fußballs. Am 15.11.1949 wurde der BFA Handball für Ostberlin gegründet. Die Trennung des Spielbetriebes Ostberlin-Westberlin erfolgte nach der Saison 1951/1952. Der Handballverband der DDR wurde am 21.06.1958 in Halle unter dem Dach des DTSB als Nachfolgeorganisation der Sektion Handball des Deutschen Sportausschusses gebildet.

In der Sportart Turnen/Gymnastik gab es mit der Gründung des Deutschen Sportausschusses eine eigene Sektion. Diese wurde am 03.05.1958 als Deutscher Turn Verband der DDR Mitglied des DTSB; in Berlin gegründet.

Der Deutsche Kegler Verband der DDR wurde 1949 unter der Dachorganisation des Deutschen Sportausschusses gegründet. Ab diesem Jahr wurden eigene Meisterschaften im DDR-Maßstab ausgetragen. Der reorganisierte Deutsche Keglerverband der DDR wurde am 30.03.1958 in Leipzig Mitglied des DTSB der DDR.

Die regionale und politische Trennung des Deutschen und des Berliner Sports beeinflusste den Sportbetrieb in Altglienicke nur mäßig. Die Durchführung des Sportbetriebes stand und steht unabhängig von den gesellschaftlichen Verhältnissen wie immer im Vordergrund. Man richtete sich ein. Schwerpunkt der Jahre 1949/1950 war die Schaffung einer Sportanlage, um einen kontinuierlichen Sportbetrieb im Ortsteil absichern zu können. Ab dem 01.04.1949 gründete sich der Altglienicker Sport Verein. Als Vereinsfarben wurden blau und weiß gewählt.
Am 15.08.1950 wurde in der Vorstandssitzung bekannt gegeben, dass  der neue Sportgruß "Sport frei" heisst. Dieser Sportgruß wurdr nach der  Deutschen Einheit 1990 wieder in "Gut Sport" umgewandelt. Man kann sich  streiten, was sich besser anhört.
Der 1949 offiziell gegründete Altglienicker Sport Verein war ab seiner Gründung immer ein privater Sportverein ohne Betriebsbindung. Ab 1951 versuchte die Sportführung der DDR alle Vereine an Betriebe anzugliedern. Am 11.09.1951 wurde seitens der BSG Chemie Adlershof versucht, eine Vereinigung mit dem Altglienicker Sport Verein herbei zu führen.
Dieser Antrag wurde durch den Vorstand des Altglienicker Sport Vereins in der Vorstandsitzung am 09.10.1951 abgelehnt.
Gleichzeitig motivierte der Vorstand alle Abteilungen zu zeigen, dass der Sport auch in privaten Vereinen in der DDR seine Zukunft hat. Der Altglienicker Sport Verein blieb ein privater Verein ohne Betriebsbindung. Diese Entscheidung für eine private "SG" im Jahr 1951 prägte den A.S.V. bzw. die spätere VSG für die nächsten Jahrzehnte. Sie war die Basis für das Erreichen einer tiefen Identität der Mitglieder mit ihrem Verein.
01.07.1952- Die Umbenennung
1952 verbot der Deutsche Sportausschuss die Bezeichnung "Verein" in der DDR. In der Vorstandssitzung am 23.04.1952 wurde der Beschluss von "oben" durch Sportfreund Kuhtz bekannt gegeben. Es gab eine heftige Diskussion, die im Protokoll dieser Vorstandssitzung exakt niedergeschrieben ist. Wir veröffentlichen an dieser Stelle nur den Beginn dieser Diskussion, um allein den Vorgang der gezwungenen Vereinsnamensänderung hier zu dokumentieren. Die einzelnen Meinungen der Vorstandsmitglieder bleiben derzeit in Gänze vereinsintern. Wir sind froh, einen derartigen Protokollauszug gefunden zu haben, der die angeordnete Namensänderung unseres Vereins begründet.
In der Vorstandssitzung am 15.05.1952 gab es einen ersten etwas ungewöhnlichen Vorschlag für den neuen Vereinsnamen. Der Verfasser dieser Seite wäre gern dabei gewesen, um alle Vorschläge für den neuen Vereinsnamen hier auflisten zu können.
Der erste Vorschlag für den neuen Vereinsnamen war den Mitgliedern wohl ein wenig zu unrund. In der Vorstandssitzung am 10.06.1952 wurde ein anderer neuer Name einstimmig festgelegt. In einem Gedächtnisprotokoll kann man etwas über die Herkunft des Begriffs "Volkssport" erfahren. Paul Schulze schrieb dort, dass er nicht unwesentlich an der Namensgebung beteiligt war. Paul, der aus dem Arbeitersport kam, hatte den Namensvorschlag in Erinnerung an seinen alten Sportverein in Neukölln gemacht.
Das Vorstandsprotokoll vom 09.07.1952 wurde bereits unter dem Kopf VGA verfasst. Entsprechend des Zeitfensters sollte damit die Vereinsumbenennung auf den 01.07.1952 festgelegt werden. Einige Mannschaften starteten in ihren Fachverbänden jedoch noch bis in das Jahr 1953 unter dem Namen Altglienicker Sport Verein; eine unwesentliche Unkorrektheit. Wir haben in unseren Unterlagen eine spätere inoffizielle Notiz gefunden, die die Vereinsumbenennung mit dem 31.08.1952 in Verbindung bringt. Dieses Datum kann aber durch keines der uns vorliegenden Vorstandsprotokolle bestätigt werden.
© VSG Altglienicke e.V.
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