Sportplätze
Auf dieser Seite haben wir Informationen über die Sportplätze gesammelt, auf denen in Altglienicke der Sport ausgeübt wurde bzw. wird. Teilweise werden Texte und Fotos aus anderen Seiten dieser Chronik übernommen, die jedoch aus Gründen der Vollständigkeit auch hier her gehören.
Im Buch des Bürgervereins Altglienicke wird im Teil "Sport in Altglienicke" auf den Beginn des Vereinssportes in Altglienicke durch die Gründung des MTV Spieß im Jahr 1883 hingewiesen. Der MTV Spiess nutzte zwei Sportplätze, das Grundstück Salierstraße/Bohnsdorfer Weg sowie das Grundstrück Ortolfstraße 28 in Höhe der Peenestraße. Vom Sportplatz Salierstraße/Bohnsdorfer Weg wurde ein Foto im Buch des Bürgervereins veröffentlicht, welches wir dankend auf unseren Seiten übernehmen durften.

Vom Sportplatz an der Ortolfstraße besitzen wir leider kein Foto.
Mit der Gründung weiterer Sportvereine im Jahr 1906 wurde der Sportplatz am Kiesberg genutzt, über den wir keine Informationen besitzen.
Mit der Gründung des AGBC erhielt der Sportplatz Rudower Straße/Am alten Friedhof eine große Bedeutung. Es wurde sich in der Gaststätte von Willy Richter umgezogen. Weiterhin nutzten die Fußballer auch die Sportplätze am Kiesberg sowie den Sportplatz hinter dem "Deutschen Haus", den heute auch niemand mehr kennt und von dem es scheinbar auch keine Fotos gibt.
Nach dem zweiten Weltkrieg gründete sich der Altglienicker Sportverein und Altglienicke wurde als Sportschwerpunkt-Standort seitens des Magistrats von Ostberlin bestätigt. Damit war der Weg frei für den Bau des Volksstadions Altglienicke am Alten Schönefelder Weg. Unter dem Link "Geschichte" wird ausführlich vom Bau des Stadions berichtet. Nachfolgend haben wir von den Bauarbeiten weitere Fotos eingespielt.

Ein sehr schönes Foto erhielten wir 2010, auf dem eine Gesamtansicht des Stadions aus dem Jahr 1953 abgebildet ist. Besonders bemerkenswert ist der fehlende Bewuchs. Bäume sind noch nicht gepflanzt und auch die Hecke am Weg "Zum Alten Windmühlenberg" ist noch nicht vorhanden.
50 Jahre später ergibt sich aus einem leicht anderen Blickwinkel ein völlig verändertes Bild. Den Bewuchs auf den alten Zuschauerrängen würde man heute mit dem Begiff "ökologisches Bewußtsein" begründen.
Nach der Einweihung des Volksstadions Altglienicke wird in den Vorstandssitzungen mehrfach über den Bau bzw. über die Ertüchtigung weiterer Sportplätze diskutiert. Auf dem Sportplatz in der Rudower Straße wird parallel zum Sportbetrieb im Volksstadion noch unregelmäßig Fußball gespielt. Ende der 50er Jahre wird der Sportbetrieb auf diesem Sportplatz jedoch eingestellt , da er immer mehr verwildert und auch die Umkleidemöglichkeiten nicht gegeben sind. Neben dem Volksstadion wird in Eigenregie der VSG in den 50er-Jahren der Kleinfeldnebenplatz "Fitzers Kuten" errichtet, der eine schwarze Schotterdecke besitzt. Die Bauarbeiten kommen ins Stocken und der Platz wird nahezu nur durch Freizeitsportler und durch nicht organisierte Schüler genutzt. Der Platz wird aufgegeben und später als Lagerfläche eines Betriebes genutzt.
1975 wird der berühmt berüchtigte Hartplatz hinter dem Volksstadion fertig gestellt und für den Sportbetrieb genutzt. Auf der Seite "Geschichte" gibt es zu diesem Platz ebenfalls einige Ausführungen. Nachfolgend eine schönes Foto des Platzes.
Vom Haupt- und vom Nebenplatz wurde dieses historische Luftbild ca. im Jahr 2000 aufgenommen.

1990 existieren in Altglienicke nur diese beiden Sportplätze, die vollständig von der VSG genutzt werden. Bereits zu Zeiten des DDR-Wohnungsneubaus in Altglienicke kommt man an die Grenze der Belastbarkeit für diese Sportanlagen. Nach der politischen Wende steigt nach kurzer Stagnation die Mitgliederzahl speziell in der Abteilung Fußball so extrem an, dass die Sportanlage nicht mehr ausreichend ist. Nach langen ermüdenden Verhandlungen mit dem Bezriksamt wird das Volksstadion umgestaltet und am 11.06.2005 als Kombination Kunstrasen-Großfeld/Naturrasen-Kleinfeld neu übergeben. Erweiterte Erklärungen zu diesem Vorgang sind der Rubrik "Geschichte" zu entnehmen.

AUSBLICK: Nachdem derzeit seitens des Bezirksamtes der Bau eines zweiten Sportplatzes in Altglienicke völlig ausgeschlossen wurde, wird der Zustand der Sportanlage Am alten Schönefelder Weg wohl auf längere Zeit so bestehen bleiben. Der Verfasser dieser Seite lässt sein verwirrtes Hirn einmal einen Gedanken für 2030 entwickeln. "Vor der vierten Erneuerung des Kunstrasenplatzes wird aus ökolgischen Gründen beschlossen, den Naturrasen zu erweitern. Dieser wird als Großfeldplatz über die Mitte des Geländes verlängert. Der verbleibende Kunstrasen wird nach dem Abtragen des oberen Hartplatzes in seiner Breite vergrößert und wird in Richtung Fitzers Kuten verlängert. Somit besitzt die Sportanlage zwei Großfeldspielfelder." (Nachfolgende Karte- Auszug aus einem verworfenen Planungsentwurf).

c VSG Altglienicke 12.11.2010 B.Bieske