1980-1989 - Chronik-Gymanstik

Abteilung Gymnastik-Chronik
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Die 80er-Jahre beginnen für die Gymnastikfrauen in gewohnter Form. Die Mitgliederzahl wird Ende 1980 über die üblichen DTSB-Formulare gemeldet (siehe nachfolgend Bild links). Ab diesem Zeitpunkt spricht man eigentlich nur noch von der Abteilung Gymnastik, obwohl manchmal auch noch die Bezeichnung Turnen und Gymnastik zu finden ist. Hier sind in der unteren Zeile noch die Eintragungen für die Teilnehmer am Kinderturnen zu finden. Beim Kinderturnen gibt es jedoch in den folgenden Jahren vermehrt Schwierigkeiten, da vielfach die Übungsleiterinnen und Betreuerinnen nach der Beendigung der Teilnahme ihrer Kinder im Alter von 6 Jahren ebenfalls die Gruppe verlassen.
Am 01.09.1980 wird die neue Sporthalle der 14. Polytechnischen Oberschule übergeben (siehe nachfolgend Bild rechts). Die VSG kann auch mit der Sektion Gymnastik diese Halle nutzen. Man kann die alte Sporthalle aus dem Jahre 1911, mit der man so viele Probleme hatte, endlich verlassen. Viele Jahre ist diese neue Sporthalle in einem guten Zustand und gestattet einen sehr guten Sportbetrieb. Nach einigen Jahren fängt aber auch dort das "Gebälk an zu knacken" bzw. es werden zentrale Entscheidungen zum Nachteil des Sportes getroffen. Dazu aber auf den Seiten ab 1990 mehr.
Die Arbeit in der Frauengymnastik geht in den 80er-Jahren auch in der neuen Sporthalle konstant weiter. Für jedes Jahr wird ein Arbeitsplan erarbeitet, der besondere Aktivitäten auflistet. Zum Vergleich haben wir die Arbeitspläne für 1981 und 1989 aufgeführt. Die üblichen Übungsveranstaltungen am traditonsreichen Sporthallen-Mittwochabend sind dabei nicht immer als Einzelposition aufgeführt.
Dass die vorgesehenen Arbeitspläne auch umgesetzt werden, zeigt ein Rechenschaftsbericht vom 13.10.1986, den wir an dieser Stelle in gekürzter Form einspielen. Erstmalig wird von einer maximalen Mitgliederzahl berichtet. Ein Bericht über das Kinderturnen fehlt. Es fand keines mehr statt.
Beachtenswert ist das Wort "Popgymnastik" als sozialistische Alternative zur westlichen Aerobic. Auf die Protokoll-Textstelle mit der Musik vom Bezirksverband wird besonders hingewiesen. Ob da vielleicht alternativ heimlich vom RIAS oder SFB etwas aufgenommen wurde? Man muss schon in dieser Zeit bewusst gelebt haben, um den Inhalt des Protokolls mit einem gewissen Schmunzeln zu verstehen; einfach köstlich!
Am 30.05.1987 wird im Volksstadion Altglienicke ein großes Sportfest durchgeführt (siehe auch Seite Chronik-Sportfeste). Die Gymnastikfrauen nehmen am Einmarsch und am Festumzug sowie an vielen turnerischen und gymnastischen Vorführungen teil. Dem Wunsch nach einer einheitlichen Sportkleidung will man durch eine zentrale Beschaffungsanfrage nachkommen. Ein üblicher Vorgang in der DDR, wenn man etwas in größeren Mengen brauchte. Der in der Materialanfrage genannte Grund "100 Jahre VSG".... (?); sicherlich eine versuchte Begründung zur Notwendigkeit. 100-Jahre VSG geht in 1987 überhaupt nicht. Nach dem Anschreiben sieht man zwei Fotos der Gymnastikfrauen auf diesem Sportfest sowie nachfolgend die damaligen zwei Jerseyvarianten der Gymnastikfrauen- schmucke Dinger zu diesre Zeit!
Im Rechenschaftsbericht vom 23.10.1989 zur Wahlperiode 1986-1989 werden beide Themen (Sportfest und Kinderturnen) nochmals erwähnt. Die Abteilungsleitung schreibt über das Sportfest nachfolgenden Protokollteil. Im Rechenschaftsbericht vom 23.10.1989 wird weiterhin erwähnt, dass es gelungen ist, das Kinderturnen ab April 1988 wieder zu aktivieren. Am Ende dieses Artikels wird allerdings wiederum darauf hingewiesen, dass mit dem Beginn der Schule bei den Vorschülern die Betätigung beim Kinderturnen endet.
Im Zeitfenster der 80er-Jahre wurden durch die Gymnastikfrauen wie üblich umfangreiche Werterhaltungs- und Säuberungsarbeiten im Volksstadion sowie in der Sporthalle durchgeführt. Auch für diese Arbeiten wurden wieder "Ehrenbücher" ausgegeben. Für die Leistungen konnten dann die üblichen VMI-Lose erworben werden (siehe nachfolgend).
Da die VSG Altglienicke nie ein Verein war, der in der DDR der Öffentlichkeit als Vorbild für einen Privatverein in der sozialistischen Sportbewegung vorgestellt werden sollte, gab es eigentlich nie Presseartikel über die VSG. Erst im Jahr 1989 erschien in einer heute nicht mehr existierenden Zeitung etwas über die VSG (Quelle: privat als gesammelter Zeitungsausschnitt). Dabei ging es hauptsächlich um den Volkssport und in diesem Zusammenhang standen natürlich die Gymnastikfrauen im Mittelpunkt.
Anfang 1989 erhält die VSG Altglienicke ein Schreiben des Kreisfachausschuss Treptow zur Absicherung von zentralen Veranstaltungen. Dieses wertvolle Schreiben war in den Unterlagen der Gymnastikfrauen zu finden. Derartige Aufrufe erzeugten in der VSG immer eine gewisse Zurückhaltung. Ob sich die Gymnastikfrauen an dieser Veranstaltung beteiligten, werden wir bei einer weiteren redaktionellen Bearbeitung vielleicht klären können. Ach was! Das müssen wir wohl nicht mehr. Ein weiterer Satz dieses Schreibens "Ein ereignisreiches Sportjahr 1989 liegt vor uns" wird zum Ende des Jahres völlig an Bedeutung verlieren.
© VSG Altglienicke e.V.
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