Deutscher Fußball Bund - Chronik-Geschichte

- Chronik- Geschichtliche Hintergründe -
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Der Fußball erlangte Ende des 19.Jahrhunderts in Deutschland eine schnelle Popularität. Durch Konrad Koch wurde der Fußball ab 1874 (Braunschweig) erstmalig in den Schulen eingeführt. Bis 1888 wurde Fußball dem Grunde nach unorganisiert gespielt. Erst ab diesem Zeitpunkt gründeten sich Fußballvereine, die sich ab 1890 auch in Dachverbänden organisierten. Diese Verbände standen sich teilweise feindlich gegenüber. In der bürgerlichen Deutschen Turnerschaft regte sich erheblicher Widerstand gegen den Fußball, weil man befürchtete, dass man Mitglieder verlieren könnte, was auch geschah. Mit allen Mitteln versuchte man den Fußball schlecht zu reden. Ein Artikel der Märkischen Turnerzeitung aus dem Jahr 1901 belegt dieses (Quelle: Staatsbibliothek, Kreisblatt der Deutschen Turnerschaft für den Kreis IIIb von 1901).
Am 28.01.1900 wurde in Leipzig der Deutsche Fußball Bund (D.F.B.) gegründet, der erstmalig als Führungsverband für ganz Deutschland für den bürgerlichen Fußball galt und noch heute exisitert. (Quelle: Wikipedia verschiedene).
Die Entwicklung des organisierten Fußballs verlief nach der Gründung des Deutschen Fußball Bundes rasant. Der Deutsche Fußball Bund stellte damals einen eigenen Fachverband dar. Einen übergeordneten Sportbund wie in der heutigen Form gab es zu diesem Zeitpunkt nicht. Es existierten nur Komitees für die Vorbereitung von Olympischen Spielen. Der D.F.B. existierte parallel zur Deutschen Turnerschaft, zu weiteren Fachverbänden sowie zu den Organisationen des Arbeitersportes.
In Berlin-Brandenburg existierten bis 1911 drei selbständige Fußballverbände- der Verband Berliner Ballspielvereine, der Märkische Fußballbund mit seinem Unterverband, dem Berliner Ballspiel Bund, und der Verband Berliner Athletik Vereine (Quelle: Staatsbibliothek, Jahrbuch des D.F.B. 1911). Dieses führte zu Kompetenzgerangel und der D.F.B. ordnete eine Vereinigung der Verbände an. Nachfolgend zwei Ausschnitte aus dem Jahrbuch des D.F.B. von 1910 und 1911. Hinweis: es wird zumeist nur von den Verbänden V.B.B. und M.F.B. gesprochen.
Am 29.04.1911 beschlossen somit die oben genannten Verbände die Vereinigung zum Verband Brandenburgischer Ballspielvereine (V.B.B). Der Altglienicker Ballspiel Club 09 trat am 01.07.1911 dem neu gegründeten V.B.B. bei und nahm ab der Serie 1911-1912 am Wettspielbetrieb dieses Verbandes teil. Gesellschaftsspiele und Pokal-Turniere im Rahmen von verbandsfreien Spielen führte der AGBC 09 ab diesem Termin nicht mehr durch. Derartige verbandsfreie Spiele wurden durch den V.B.B. verboten (siehe nachfolgend). Die Fußballabteilungen des BSC Freiheit 06, des SC Jugendlust 09 und des SC Berolina Altglienicke 09 traten dem D.F.B. nicht bei.
Der Spielbetrieb im V.B.B. wurde bis Anfang 1933 stabil und erfolgreich durchgeführt. Mannschaften des V.B.B. erreichen auch Endspiele um die Deutsche Meisterschaft (1923- Union Oberschöneweide sowie die lange Serie durch Hertha BSC). Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten am 30.01.1933 kommt es zu Umgestaltungen im gesamtdeutschen Sportbetrieb, von denen auch der V.B.B. betroffen ist. Am 28.04.1933 wurde ein Reichskommissar für Turnen und Sport eingesetzt. Am 23.12.1933 wurde in Berlin der Fußballdachverband V.B.B. aufgelöst und in den Sportbereich 3: Berlin- Brandenburg des Fachamtes 2 überführt. Es wurden die Gauligen als höchste Spielklassen eingeführt. Am 27.07.1934 wird auf Weisung der nationalsozialistischen Sportführung der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen (DRL) gegründet. Die Fachämter wurden in diesen DRL überführt. Am 21.12.1938 wurde der DRL in den Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen (NSRL) umgewandelt und unterstand direkt der Nazipartei. Der D.F.B. durfte als Dachverband unter dem DRL/NSRL noch weiter existieren, da er den Fußball in den internationalen Gremien und Organisationen vertrat. Nach Beginn des Krieges war der D.F.B. international überflüssig und wurde am 01.07.1940 aufgelöst. Die noch spielenden Fußballervereine verblieben im Fachamt 2 des NSRL.
Nach der Teilung Deutschlands und der Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurde der D.F.B. auf dem Gebiet der BRD am 21.01.1950 in Stuttgart neu gegründet. Auf dem Gebiet der DDR gründete sich am 03.07.1950 der Deutsche Fußball Verband (D.F.V.). Nach der Wiedervereinigung Deutschlands trat auf einem außerordentlichen Bundestag in Leipzig am 21.11.1990 der NOFV (aus dem Deutschen Fußball Verband gebildet) dem D.F.B. bei, so dass ab diesem Zeitpunkt der D.F.B. wieder der Dachverband aller deutschen Fußballvereine war und ist. (Quellen: Wikipedia verschiedene).
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